Orange Blossom Special 23 – OBS 2019 @ Beverungen, Glitterhouse Garten

Veranstaltung: Orange Blossom Special 23 – OBS 2019
Datum: 07.-09.06.2019
Besucher: 400 mehr als letztes Jahr ­čÖé
Location: Glitterhouse Garten, Beverungen
 
Das LineUp
 
Freitag, 07.06.2019
 
The Yawpers (Hauptb├╝hne)
Angie McMahon (Hauptb├╝hne)
Kent Coda (Minib├╝hne)
Linn Koch-Emery (Hauptb├╝hne)
Sinkane (Hauptb├╝hne)
Adam Angst (Hauptb├╝hne)
 
Samstag, 08.06.2019
 
Suzanne K├Âcher (Hauptb├╝hne)
Tiny Wolves (Hauptb├╝hne)
Moritz Neumeier & Till Reiners (Minib├╝hne)
Lewsberg (Hauptb├╝hne)
Blind Butcher (Hauptb├╝hne)
Lysistrata (Hauptb├╝hne)
TRIXI (Minib├╝hne)
Black Sea Dahu (Hauptb├╝hne)
Money for Rope (Hauptb├╝hne)
Christian Kjellvander (Hauptb├╝hne)
The Holy (Hauptb├╝hne)
 
Sonntag, 09.6.2019
 
Surprise Act (Hauptb├╝hne)
Gunner & Smith (Hauptb├╝hne)
Coogans Bluff (Hauptb├╝hne)
Steiner & Madlaina (Hauptb├╝hne)
Tom Allen & The Strangest (Minib├╝hne)
The Sheepdogs (Hauptb├╝hne)
Cash Savage an the last Drinks (Hauptb├╝hne)
Die Nerven (Hauptb├╝hne)
Garda (Hauptb├╝hne)
 
Au├čerdem: Totenkopfschwimmen, Polabox, Luftgitarren-Verleih, Sea Watch Pr├Ąsentation, Schnupperkurs Reiten, Skulpturenkunst von LADUKA, Meet & Greet mit den K├╝nstlern am Stand vom Roadtracks-Magazin, Basteln (Upcycle-Projekt), Mitmachzirkus CuCiCo, Lauftreff, Boule, Yoga und als Walking ActÔÇÖ Jan R├Âttger, mal hier mal da Tiny Wolves / Grillmaster Flash
 
Labels u.a. Glitterhouse Records, Duck Devil, Grand Hotel van Cleef, KF Records u.a.m.
 
Alles neu macht der Juni! Klima hat Meer abgel├Âst. Gr├╝n ist das neue Vorne und Sea Watch sieht sich immer noch juristischen Angriffen ausgesetzt. Ich kotz im Strahl!
Und doch startet auch der Festivalsommer. Nicht als Ablenkung vom Politischen, sondern als politische Verst├Ąrkung! Und wir d├╝rfen froh sein, dass Rembert, seine Frauen und Mannen den eigentlichen Auftakt starten. Klar, es gibt auch andere Gute. Aber nicht viel Beste, Kleine, Feine mit politischen Statements ├╝berall und direkt neben der Hauptb├╝hne? Und wer schafft es wohl sonst, ein Line Up zu stricken, dass erstmal wieder verbl├╝fft und Gr├╝belgr├╝bchen schafft. Und die wie ├╝blich vorab ver├Âffentlichte Doppel-CD l├Ąuft auch erstmal etwas ├Âfter. Und wie schon uns allen bekannt, wird es wieder einmal darum gehen, wie das Ganze zusammengepuzzelt wird. Dazu noch neuer Web Auftritt und neues Bier! Denn wer mit Nestle kollaboriert, geh├Ârt raus. Tsch├╝ss Krombacher! I Love it!
 
Und dann – gef├╝hlter Fr├╝hsommer, Sonne und zun├Ąchst noch kaum kein W├Âlkchen am Tag 1. Jan R├Âttger beim Check in, das Gel├Ąnde ist abermals gewachsen und bietet weiteren 400 Ticketbeseelten Platz und wenn Rembert und Simon rufen, dann ist auch Wetter (meistens jedenfalls ­čśë) Er├Âffnungsjingle, kurzes Statement und dann DAS!
 
The Yawpers – Was f├╝r eine Er├Âffnung! Das Trio aus den USA brillieren mit geilstem Bluesrockpunk mit einer ganz geh├Ârigen Portion Billy Idol. Great and Thx f├╝r die kleine Zeitreise.
 
Angie McMahon – die junge Australierin ├╝berzeugt mit Charme und Stimme. Sie ist sich ihrer Wirkung auf das Publikum durchaus bewusst und l├Ąsst sich dabei in keinster Weise von ihrem Kurs abbringen. Sie brilliert mit dunkler, leicht br├╝chiger Stimme und kurzen, fast zarten Riffs. Und ihr gef├╝hlvolles Set spannt den Bogen vom Blues eines Neil Young, American Folk Road Music und einfach nur sch├Ânen Ballads.
 
Kent Coda – die t├╝rkischst├Ąmmige Combo aus K├Âln verbindet geschickt t├╝rkischen Folkpop mit westeurop├Ąischen Beats. Sie begeisterten schon beim Crossroads die Bonner Harmonie und rocken nun zweimal die Publikumsb├╝hne, die seit Jahren schon den Ruf eines Hauptb├╝hnesprungbretts besitzt, und die Menge tobt.
 
Linn Koch-Emmery – in HH geboren, aufgewachsen und musikalisch gepr├Ągt in Schweden, scheppert die Stage. Sofort gab es Druck und dazu leicht schnoddrige Vokals. Totaler Genuss bei angezogener Handbremse. Da h├Ątte noch was kommen k├Ânnen…
 
Sinkane – nachdem die Band sich aus dem Stau befreien konnte und dann doch noch fast p├╝nktlich das Gel├Ąnde betrat, verz├Âgerte der umfangreiche Soundcheck den Auftritt. Die Band lies es sich nicht nehmen einen einen Soundmann mitzubringen. Und wie so oft in diesen F├Ąlle hei├čt es dann warten bis dieser musikalische Hybrid sich endlich voll in seine Afrobeat-Rythmen, gepaart mit luftigen Sudan-Pop Gitarren und musikalischen Elementen aus aller Herren L├Ąnder. Muss man m├Âgen und nach vier Songs war dann auch schon wieder Schluss, denn Nicht ganz unbemerkt rollte dann das heran, was einer Nahtoderfahrung eines jeden geschmackvollen musikalischen Tages gleichkommt. Die Schleusen ├Âffneten sich und Wasser ├╝ber Wasser ergo├č sich ├╝ber das Mekka des herausragend guten Musikgeschmacks. Wer die letzten Jahre schon mal im Regen stand, wunderte sich nun schon etwas ├╝ber den Aufwand, den die OBS Crew nun anlaufen lassen muss. Umf├Ąngliche Sicherheitsauflagen machen dies nun n├Âtig und leere Hallen in direkter Nachbarschaft m├Âglich. F├╝r den reibungslosen, entspannt nassen Ablauf, Chapeau an Crew, Security und dem nassen H├Âhrer!
 
Nachdem der Schutt den Abbruch des Konzertes von Sinekane gefordert hat, einfach kein guter Tag f├╝r die Combo, startet nun noch das Feuerwerk von Adam Angst!
Nichts geht ├╝ber diesen grandiosen Deutsch Punk Rock! Niclas von Sparta Booking auf die Frage ÔÇ×Wer oder was ist eigentlich dieser ADAM ANGST? Ich sag dir, wer er ist. ADAM ANGST ist ein arroganter Drecksack! Er ist scheinheilig, er ist ├╝berheblich und tut auch noch so als w├Ąre er dein bester Freund! Such dir was aus: Er ist deine Ex-Freundin, der Call Center-Agent, der dir das Abo berechnet, obwohl du nie zugestimmt hast, er ist der Rentner, der die Bullen ruft, wenn die Musik zu laut ist. Eigentlich ist er ne richtig arme Sau. Auf der Suche nach Aufmerksamkeit und auf der Suche nach sich selbst. EigentlichÔÇŽ ist er genau so wie wir. Mitglieder der Bands Blackmail, FJ├śRT und Monopeople schlossen sich Felix an und die Band ADAM ANGST war komplett. Das gleichnamige Deb├╝talbum ist im Februar 2015 ├╝ber das Hamburger Indie-Label ÔÇťGrand Hotel van CleefÔÇŁ ÔÇô Heimat von K├╝nstlern wie Thees Uhlmann oder Marcus Wiebusch ÔÇô erscheinen.ÔÇť Familie eben. Leider sehr geil!
 
Tag 2. Noch etwas desolat geht es zum ersten Konzert der wunderbaren Suzanne K├Âcher mit ihrem sehr feinen Gesp├╝r f├╝r bestes Liedgut. Sie ist f├╝r die verhinderte Laurel eingesprungen und macht die Absage fast vergessen.
 
Dann passiert etwa grandioses und bislang einzigartiges. Rund 50 kleine Lieblingsmenschen und Kristof Beutener (Musiklehrer aus Celle und bekannt f├╝r wunderbare Kolumnen und Schreibereien zum OBS) machen sich auf, die Herzen der Anwesenden im Sturm zu nehmen, die bis in die letzten Reihe das Gel├Ąnde vor der Hauptb├╝hne f├╝llten. Als Rembert dann noch ank├╝ndigt, dass die Tiny Wolves in K├╝rze ihre erste Single via Glitterhouse Records ver├Âffentlichen werden – ÔÇ×Sie haben einen Vertrag unterschrieben – jetzt hab ich euch!ÔÇť – folgt der n├Ąchste Sturm. Die Tiny Wolves spielen zwei Songs, Tom Pettys ÔÇ×Free FallinÔÇśÔÇť und ÔÇ×DenkmalÔÇť von Wir sind Helden, dem ein vielstimmiges lautes ÔÇ×JaaaaaaÔÇť vorausging auf die Frage, ob sie denn noch Lust h├Ątten und den Song singen wollten. Was f├╝r eine ber├╝hrende Sequenz inmitten des ganzen Punk, Blues, Folk and Countryturbos!
 
Lewsberg – fotografisch gesehen nix zu holen. Nach zwei Songs bin ich raus und stehe dann in hinterster Reihe und dann packt mich dieser nahezu hypnotische Sound einer von mir v├Âllig untersch├Ątzte Band, bei der die Protagonisten dabei auf der B├╝hne fast unsichtbar bleiben.
 
Blind Butcher – totales Spektakel, nicht nur an den Sticks. Ein fast unglaubliches Tempo und wer die beiden schon im vergangenen Jahr auf der viel zu kleinen Publikumsb├╝hne erlebt hat, der freut sich hier ein Beinchen aus.
 
Lysistrata – eine Band wie ein Tornado. D├╝stere laute Jungs! Die Menge tobt und ich bin hin und weg. Was f├╝r ein wildes Get├Âse!
 
Auf der kleinen B├╝hne: Trixi – der J├Â├Ârk macht an diesem Wochenende das Triple voll und unterschreibt life mal eben einen Plattenvertrag mit Glitterhouse. Was f├╝r ein Spektakel! Auch wenn ich J├Â├Ârk etwas besorgt betrachte, er wirkt alles andere als fit an diesem Wochenende, so zolle ich erneut Respekt vor der Mucke! Sie ist klarstellend, aufbauend und auch Mut machend. Dabei trennt uns mehr, als dass uns vereint. Und dennoch bin ich verliebt!
 
Ein weiblicher Mops wurde gefunden… Ok. Kann passieren und sp├Ąter geht es wieder allen gut ­čśŐ
 
Black Sea Dahu – dass lass uns mal alle genie├čen. Da steht eine Combo (fr├╝her mal Josh) mit fantastischen Leuten auf der B├╝hne und sie bringen besten IndieFolk im Gep├Ąck f├╝r den geneigten Festivalbesucher.
 
Mony for Rope – taffes Kollektiv aus Melburn. Bereits beim OBS 2015 haben sie die Richtung aufgezeigt. Und nun? Doppelbrett! Aus zwei Drums ergie├čen sich vollendete energetische Str├Âme. Was ihr auch immer bis dahin geh├Ârt habt. Lasst euch nun hinwegfegen!
 
Christian Kjellvander – das muss man sich mal im Ohr zergehen lassen. Der schwedische Singer Songwriter f├╝gt sich, trotz bester und langj├Ąhriger Referenzen, unauff├Ąllig ist das diesj├Ąhrige OBS Line Up und bereitet den Boden f├╝r die herausragenden The Holy!
 
The Holy marschieren den Auftrag des zweiten Abend ab, den Abend sph├Ąrisch und genussvoll zu beschlie├čen. Sie spannen den Tagesbogen abschlie├čend und schicken alle und die Arme des Sandm├Ąnnels, der am Ausgang wartet und bier- und gl├╝ckselige Menschen nach Hause schicken wird.
 
Tag 3. Alles endet – aber nie die Musik!
 
Suprise Act – ok, dass h├Ątte wir ahnen k├Ânnen. Der J├Â├Ârk macht das Triple voll. Mit Schreng Schreng & LALA auf dem Campingplatz, mit Trixi auf der Minib├╝hne – es fehlt: Love A auf der Hauptb├╝hne. Wat ┬┤ne Choreo…
 
Gunner & Smith – sch├Ânster Dark Country aus dem Hause Devil Duck. Das Label hat ein H├Ąndchen f├╝r derartige Bands und untereinander besteht ja eine langj├Ąhrige Labelfreundschaft, so dass mit Gunner & Smith erneut ein herausragender Gig f├╝r die Freunde des gepflegten D├╝stersound beim OBS herausspringt.
 
Coogans Bluff – eine strange Mixture aus allem was rockt! Schick mit Bl├Ąsern untermalt spektakelt das Ganze zur besten Nachmittagskaffeezeit und rettet ├╝ber den Downer.
 
Steiner & Madlaina – es wurde schon so viel geschrieben im und seit vergangenen Jahr. Nichts k├Ânnte es besser beschreiben und nichts k├Ânnte es besser treffen als – Ja, dann trink ich auf das sch├Âne Leben – welches wir vor der B├╝hne immer haben werden!
 
The Sheepdogs – mit eing├Ąnglichem Southern Rock und Country Folk dann doch ein recht ungef├Ąhrliches Konzert bei dem nix falsch l├Ąuft und die gesamte Gemeinde in Sicherheit gewogen wird, f├╝r das was dann kam:
 
Cash Savage and the last Drinks – bester Commonwealth-Indie-Punk, nicht Manchester oder London, nein schon wieder Melbourne! Der Sound hatte mich schon auf dem Sampler erreicht. Live aber unschlagbar. Was f├╝r ein Biest! Geh├Âren auf jeden Fall in die pers├Ânlichen Top 3 dieses Wochenendes.
 
So richtig Fahrt nimmt der Abend auf als Die Nerven das Podium betreten und vom ersten Akkord an heizen. Sofortiger Moshpit und der ein oder die andere versinken fast lustvoll im Get├╝mmel. Die Stuttgarter sind nach diversen LP Erscheinungen unter verschiedenen Labels nun auch in der Glitterhousefamily angekommen und es scheint, als w├╝rde diese Zusammenarbeit ├Ąu├čerst trefflich in FAKE einen ersten H├Âhepunkt finden. Wir freuen uns auf mehr!
 
Garda – ein grandioses Finale eines grandiosen Wochenendes und durchaus vergleichbar mit den herausragenden Sophia oder dem phantastischem Sivert H├Şyem. Das Dresdner Kollektiv schickt das versammelte tiefenentspannt und beseelt mit feinster Indienote in das Leben zur├╝ck! OBS aus – Welt an!
 
Deine Sorgen jr. – Wie gro├č sind unsere Sorgen denn ├╝berhaupt? Danke OBS und kommt gut durch das Jahr!

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